Mietbürgschaft - Fakten, Vorteile, Regeln, Vorlagen & Tipps

Mietbürgschaft: Was ist das?

Eine Mietbürgschaft sichert den Vermieter gegenüber Schäden an der Mietwohnung, Mietausfällen und anderen finanziellen Schäden wie nicht bezahlte Nebenkostenabrechnungen ab. Zu diesem Zweck hinterlegen Mieter in Deutschland sonst vor dem Einzug in eine neue Wohnung eine Mietkaution in bar beim Vermieter. Die Mietbürgschaft ist eine Alternative für alle, die sich das Geld für die Barkaution sparen wollen, das Geld nicht zur Verfügung haben oder es gern anderweitig nutzen wollen.

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Bei der Mietbürgschaft erhält der Vermieter anstelle der Barkaution eine Bürgschaftsurkunde. Eine Bürgschaft muss immer schriftlich vereinbart werden; eine mündliche Mietbürgschaft ist nicht rechtsgültig.

Die bekanntesten Arten der Mietbürgschaft sind die Elternbürgschaft und die Mietkautionsversicherung.

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Arten der Bürgschaft: Selbstschuldnerische Bürgschaft oder Ausfallbürgschaft

Wer eine Mietbürgschaft abschließen möchte, sollte Folgendes beachten: Grundsätzlich wird zwischen einer Ausfallbürgschaft und einer selbstschuldnerischen Bürgschaft unterschieden. Bei einer Ausfallbürgschaft muss sich der Vermieter mit seinen finanziellen Forderungen zuerst an den Mieter wenden. Auf den Bürgen kann er erst zurückgreifen, wenn vom Mieter das Geld auch über eine Zwangsvollstreckung nicht zu bekommen ist. Im Falle einer selbstschuldnerischen Bürgschaft kann der Vermieter sich direkt an den Bürgen wenden. Aus diesem Grund bevorzugen Vermieter in der Regel die selbstschuldnerische Bürgschaft.

Folgende Punkte müssen in bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegeben sein:

Arten der Mietbürgschaft: Die Elternbürgschaft oder Privatpersonenbürgschaft

Bei der Elternbürgschaft bürgen ein Elternteil oder beide Eltern beim Vermieter für ihre Kinder, die die Mietwohnung beziehen. Sie selbst stehen nicht als Mieter mit im Mietvertrag. Auch andere Privatpersonen mit guter Bonität kommen als Bürgen in Frage.

Besondern häufig finden die Elternbürgschaft oder die Privatpersonenbürgschaft Anwendung bei Studenten oder Auszubildenden, also jungen Menschen, die gern in ihren eigenen vier Wänden wohnen möchten, aber noch kein festes Einkommen haben. Auch Geringverdiener werden auf diese Weise beispielsweise von Freunden, Verwandten oder ehemaligen Partnern unterstützt. Die Bürgschaft sichert den Vermieter gegenüber eventuellen Mietausfällen oder Schäden ab und erleichtert die Wohnungssuche. Bei der Eltern- und Privatpersonenbürgschaft handelt sich um eine Selbstschuldnerische Bürgschaft.

Top-Tipp

Am besten ist es, wenn man sich vor der Kontaktaufnahme mit dem zukünftigen Vermieter bereits eine Muster oder eine Vorlage einer Selbstschuldnerischen Mietbürgschaft aus verlässlicher Quelle ausdruckt und diese ausfüllt. Nutzen Sie gern kostenlos unsere Vorlage für die private Mietbürgschaft:

PDF Vorlage Selbstschuldnerische Bürgschaft

 

Risiken Elternbürgschaft – Was ist zu beachten?

Wer für jemand anderen bürgt, geht hohe Risiken ein. Besonders gefährlich ist das bei der Eltern- bzw. Privatpersonenbürgschaft. In welchem Fall und Ausmaß sich Eltern für ihre Kinder verbürgen, hängt vom Wort­laut des Bürg­schaftsvertrages ab. Die wichtigsten Formulierungen und Varianten sollte man also kennen:

Auch auf die Höhe der Bürgschaft sollten Eltern ein Auge haben. Der Vermieter hat bei Wohnraummietverträgen ein Recht auf eine Sicherheit von maximal drei Nettokaltmieten. Fordert er eine höhere Sicherheit, müssen Eltern im Schadensfall nur bis zur gesetzlich festgelegten Obergrenze bürgen, ganz gleich, was im Bürgschaftsvertrag steht. Aber Vorsicht! Bieten die Bürgen von selbst eine höhere Sicherheit an, beispielweise wenn aufgrund von Mietschulden eine Kündigung für das Kind droht, haften Sie unbegrenzt.

Unfälle passieren und ein Schaden in den Wohnräumen kann für Eltern oder andere private Bürgen schnell teuer werden. Um entsprechende Risiken zu vermeiden, sollte man daher alternativ eine Mietbürgschaft bei einer Bank oder einer Versicherung, auch Mietkautionsversicherung genannt, in Betracht ziehen. Hier bürgen statt Privatpersonen etablierte Versicherungen oder Banken, wie im Fall von kautionsfrei.de die R+V Versicherung.

Bei kautionsfrei.de hat der Mieter aufgrund der Bürgschaft ohne auf erstes Anfordern die Möglichkeit, gegen unrechtmäßige Forderungen des Vermieters Einspruch einzulegen. Die Bürgschaft entspricht den gesetzlichen Rahmenbedingungen einer Kaution im Sinne des § 551 BGB.

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Arten der Mietbürgschaft: Das Bankaval

Bei einer Bankbürgschaft, auch Bankaval oder Mietaval genannt, tritt die Bank bei Mietausfällen oder Schäden an der Wohnung als Bürgschaftsgeber ein. Stellt der Vermieter entsprechende Forderungen, zahlt die Bank das Geld für den entstandenen Schaden an den Vermieter aus, der Mieter muss dann den jeweiligen Betrag an die Bank zurückzahlen. Bei Mietavalen von Banken handelt es sich immer um selbstschuldnerische Bürgschaften.

Risiken Bankaval – Was ist zu beachten?

Wer neben einer Bankbürgschaft noch andere Sicherheiten beim Vermieter hinterlegt, sollte darauf achten, dass diese gemeinsam nicht die gesetzlich vorgeschriebene Maximalhöhe von drei Nettokaltmieten übersteigen. Wurde eine höhere Mietsicherheit vereinbart, ist diese unwirksam. Liegt eine sogenannte Übersicherung vor, ist die Bürgschaft automatisch auf drei Nettokaltmieten begrenzt. Die Barkaution ist bis zur festgelegten Höhe zulässig, der Rest muss zurückgezahlt werden.

Aktuelle Praxis- und Erfahrungsberichte zeigen außerdem, dass die Banken kein gesteigertes Interesse mehr an dieser Dienstleistung haben und deshalb in der Regel zusätzlich zum Jahresbeitrag mehrere Bedingungen wie Kontoführung, Sperreinlage in Höhe der Mietkaution oder sonstige Gebühren verlangen. Diese Form der Mietkaution wird also zukünftig seltener oder gar nicht mehr verfügbar sein. Alternativ empfiehlt sich eine Mietkautionsversicherung.

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Arten der Mietbürgschaft: Bürgschaft auf erstes und ohne auf erstes Anfordern

Bei  allen Mietbürgschaften – ob Elternbürgschaft, Bankaval oder Mietkautionsversicherung – ist es wichtig, darauf zu achten, ob es eine Bürgschaft auf erstes Anfordern oder ohne auf erstes Anfordern ist.

Arten der Mietbürgschaft - Die Mietkautionsversicherung

Im Falle einer Mietkautionsversicherung bürgt eine Versicherung für Mietausfälle oder Schäden. Der Vermieter erhält statt der Barkaution eine Bürgschaftsurkunde einer Versicherung als Sicherheit. Es handelt sich um eine selbstschuldnerische Bürgschaft. Die Absicherung durch die Mietkautionsversicherung ist auf drei Nettokaltmieten begrenzt.

Die Konditionen der verschiedenen Anbieter am Markt sind sehr unterschiedlich, weshalb sich ein prüfender Blick auf Preise und Leistungen lohnt. Einen Vergleich der Anbieter für Ihre persönliche Mietkautionssumme können Sie unter Mietkautionsberater.de machen.

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Mietkautionsversicherung – Was ist zu beachten?

Warum Mietbürgschaft statt Barkaution?

Besonders jungen Menschen, die vielleicht zum ersten Mal eine Wohnung mieten (Erstmieter, Berufseinsteiger, Studenten etc.), ist eine Mietbürgschaft zu empfehlen. Gerade wegen der stetig steigenden Mietpreise – besonders in Großstädten und Ballungsräumen – ist die Bürgschaft eine praktische Alternative zur Barkaution. Die Mietkautionsbürgschaft hilft hier entscheidend, finanziell nicht ins Hintertreffen zu geraten und den Betrag anderweitig nutzen zu können.

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Beendigung der Mietbürgschaft

Die Mietbürgschaft endet in der Regel auch mit dem Mietverhältnis, wenn die Wohnung ordnungsgemäß an den Vermieter bzw. Verwalter zurückgegeben wurde und das Mietverhältnis korrekt abgerechnet wurde. Bestehen seitens des Vermieters keine offenen Forderungen aus dem Mietverhältnis, wird die Mietbürgschaft aufgelöst.

Bei einer Mietkautionsversicherung oder einem Bankaval, also einer Bürgschaft von Bank oder Versicherung, liegt der Fall etwas anders: Sind aus dem Mietverhältnis keine Schäden oder Forderungen durch den Vermieter entstanden, gibt dieser dem Mieter die Bürgschaftsurkunde zurück, der Mieter gibt wiederum die Urkunde an den Bürgen zurück und kündigt damit die Bürgschaft.

Stellt der Vermieter zum Ende des Mietverhältnisses Forderungen, beispielsweise aufgrund von Schäden oder nicht gezahlter Miete, geht der Fall an die Versicherung oder Bank. Je nachdem, ob es eine Bürgschaft auf erstes oder nicht auf erstes Anfordern ist, wird die Rechtmäßigkeit der Forderungen nicht geprüft bzw. geprüft. Der Vermieter erhält dann entsprechend seiner Forderung den finanziellen Ausgleich vom Bürgen (Versicherung oder Bank) und dieser fordert den Betrag dann wiederum vom Mieter ein.

Wird die Bürgschaft während des laufenden Mietverhältnisses gekündigt, hat der Vermieter das Recht auf eine alternative Sicherheit. Daher sollte – am besten schriftlich – vereinbart werden, welche Art der Sicherheit stattdessen hinterlegt werden soll.

Welche Arten der Versicherung gibt es?

Die Mietbürgschaft von kautionsfrei.de

Hinter der Mietbürgschaft von kautionsfrei.de steht die R+V Versicherung als Bürge. Es handelt sich um eine Bürgschaft ohne auf erstes Anfordern, der Mieter hat also die Möglichkeit, im Falle einer Forderung des Vermieters Stellung zu beziehen; die Forderungen werden durch die R+V geprüft.

Die Mietbürgschaft von kautionsfrei.de kann auf der Website schnell und unkompliziert per Online-Antrag abgeschlossen werden. Der Antragsprozess ist einfach und intuitiv und dauert nur wenige Minuten. Drei Werktage nach der Antragstellung erhält der Kunde die Bürgschaftsurkunde per Post.

Die Zahlung der Beiträge erfolgt jährlich. Kündigt ein Kunde während des laufenden Vertragsjahres, erfolgt eine taggenaue Abrechnung und er bekommt den für das Jahr zu viel gezahlten Betrag zurück.

Mithilfe unseres kautionsfrei-Rechners kann man blitzschnell feststellen, wie viel Geld man sich durch die Mietkautionsbürgschaft sparen kann.

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