Wohnungsbesichtigungen, die sich nicht lohnen – So erspart man sie sich

Wissenswertes

Von Katharina Abejon-Perez | 09. November 2016

Bedauerlicherweise gehört zur Wohnungssuche meist dazu, dass man erst nachdem man viele Wohnungen gesehen hat, einen Treffer landet. In aller Regel schaut man sich eine ganze Reihe von Wohnungen an, ehe man sich für die eine entscheidet, in der man sich sofort wohlfühlt und die man sich leisten kann. Um die Anzahl der Wohnungen zu reduzieren, deren Besichtigung man sich bei einem genauen Blick auf die Annonce bereits hätte sparen können, gibt die plusForta GmbH (kautionsfrei.de) Tipps, worauf man dabei besonders achten sollte.


So geht`s: Haken in Wohnungsanzeigen erkennen

Ohne Fotos keine Besichtigung:

Nicht nur beim Online-Dating, sondern auch bei der Wohnungsbesichtigung möchte man bereits vor dem ersten „Kennenlernen“ einen Eindruck davon erhalten, mit wem beziehungsweise womit man es zu tun bekommt. Wird auf Bilder der Immobilie vollständig verzichtet, muss man davon ausgehen, dass die Wohnung den gemachten Versprechungen nicht entspricht. Den Weg zur Besichtigung kann sich der Wohnungssuchende sparen. 

Wohnungsbesichtigung lohnt sich nicht ohne Foto
Wer Wohnungsbesichtigungen ohne Foto wahrnimmt, kann böse Überraschungen erleben.

Kaltmiete und Nebenkosten:

Der monatliche Mietpreis wird immer als Kaltmiete, also ohne die Nebenkosten, angegeben. Bei den Nebenkosten handelt es sich um einen variablen Wert, der sich von Wohnung zu Wohnung unterscheidet. Vorsicht ist geboten, wenn die Nebenkosten extrem niedrig angesetzt sind. In solchen Fällen muss man davon ausgehen, dass der Vermieter die Warmmiete künstlich niedrig hält, um die Wohnung schnellstmöglich an den Mann oder die Frau zu bringen. Die nächste Nebenkostenabrechnung wird dann eine böse Überraschung, weil nicht nur eine hohe Nachzahlung geleistet werden muss, sondern überdies die monatlichen Nebenkosten steigen.

Maximale Höhe der Mietkaution im Auge behalten:

Vermieter dürfen nicht mehr als drei Nettokaltmieten als Kaution von ihren Mietern verlangen – alles was darüber hinausgeht, ist nicht rechtens. Versucht also ein Eigentümer, sich über die Mietkaution zu bereichern, sollte man die Annonce sofort wegklicken oder melden, denn hierbei geht es nur ums schnelle Geld.

Genaues Lesen spart Zeit und schont die Nerven:

Selbstverständlich versucht jeder Vermieter, mit seinem Objekt den maximal möglichen Preis zu erzielen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass den Mietinteressenten nur die Schokoladenseite der Wohnung präsentiert wird und negative Eigenschaften eher unter den Teppich gekehrt werden. Eine „Top-Lage“ klingt erst einmal sehr verlockend, kann aber auch bedeuten, dass die Gegend sehr belebt und dementsprechend laut ist. Schlafen ist unter diesen Bedingungen nur mit geschlossenem Fenster möglich. Außerdem schlägt die „zentrale“ Lage wahrscheinlich mit zusätzlichen Euros zu Buche. Bevorzugt man es also etwas ruhiger, ist die Top-Lage mitunter nicht empfehlenswert und von einer Besichtigung kann man getrost Abstand nehmen.

Kündigungsverzicht/ Kündigungsausschluss:

Wer (noch) nicht bereit ist, sich länger an eine Wohnung zu binden, sollten auf diese Begriffe achten. Mit ihnen wird vertraglich festgelegt, dass sowohl für den Mieter also auch für den Vermieter in einem Zeitraum von bis zu vier Jahren die Kündigung ausgeschlossen ist. Das bedeutet, dass man auch dann für die Wohnung aufkommen muss, wenn man in eine andere Stadt oder mit dem Partner zusammenziehen möchte.

„Vor allem in den beliebten Großstädten ist es keine Seltenheit, dass man sich rund 20 Wohnungen anschauen muss, ehe man endlich sein neues Zuhause gefunden hat. Dieser Prozess ist die reinste Zerreißprobe, daher sollte man bereits beim Studieren der Angebote genau darauf achten, welche Wohnung für einen selbst wirklich infrage kommt“, rät Robert Litwak, Geschäftsführer der plusForta GmbH (kautionsfrei.de). 

Erst reinziehen, dann einziehen

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Von Katharina Abejon-Perez | 09. November 2016