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Dank Nachmieter schneller aus dem Mietvertrag? Mit diesen 7 Tipps klappt`s bestimmt

Mieterrechte, Kündigung

Von Katharina Abejon-Perez | 27. Dezember 2017

Die Wohnungssuche zieht sich für viele ewig hin. Um nicht ganz plötzlich ohne Dach über dem Kopf dazustehen, schauen die meisten sich bereits Wohnungen an, ohne die bisherige Bleibe gekündigt zu haben. Wer also erst kündigt, sobald er die neue Wohnung gefunden hat, muss eigentlich drei Monate doppelt Miete zahlen – für die alte und die neue Wohnung. Es sei denn, er findet einen Nachmieter. Wir verraten, was man beachten muss, um seinen Mietvertrag früher beenden zu können.

Schlüsselübergabe an Nachmieter
Wer unsere 7 einfachen Tipps befolgt, findet ganz schnell einen Nachmieter.

Nachmieter: So sieht die Gesetzeslage aus:

Hartnäckig hält sich der Irrtum, dass man lediglich drei potenzielle Nachmieter stellen müsse und schon sei man, unabhängig davon, ob dem Vermieter einer der Nachmieter zusagt, früher raus aus dem Mietvertrag. So einfach ist es leider nicht, denn der Vermieter muss sich nicht darauf einlassen. Anders sieht die Sache aus, wenn bestimmte „Härtefälle“ gegeben sind, die es für Sie als Mieter unzumutbar machen, an der Fortsetzung des Mietvertrages festzuhalten. Dazu gehören folgende Szenarien:

  • Sie müssen berufsbedingt umziehen.
  • Sie müssen in ein Alters- oder Pflegeheim ziehen.
  • Sie wollen heiraten oder die Familie erhält Zuwachs und die Wohnung ist dafür zu klein.

Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu, sind Sie berechtigt, dem Vermieter einen Nachmieter zu stellen und so den Mietvertrag frühzeitig beenden zu dürfen. In seltenen Fällen steht im Mietvertrag auch eine sogenannte Nachmieterklausel. Diese besagt, dass Mieter Nachmieter vorschlagen dürfen, wenn sie vorzeitig aus dem Mietvertrag entlassen werden wollen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Blogartikel zu Härtefällen und Nachmieterklausel.

Grundsätzlich profitiert der Vermieter davon, wenn man als Mieter selbst einen Nachmieter sucht.

Mit diesen 7 Tipps klappt`s bestimmt

  1. Das OK vom Vermieter holen:

    Damit man selbst schneller aus dem Mietvertrag rauskommt, braucht man die Bestätigung vom Vermieter, am besten schriftlich.

  2. Hier findet man Nachmieter:

    Auf Facebook und Twitter können Sie in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis fragen, ob nicht jemand gerade eine Wohnung sucht. Wenn Sie niemanden kennen, lässt sich oft in einer der vielen Wohnungssuche-Gruppen in den sozialen Netzwerken jemand Passendes finden. Die wichtigsten Online-Portalen für Anzeigen sind:

    • ebay Kleinanzeigen
    • ImmobilienScout24
    • Immonet
    • Immowelt
    Hier sind genau die anzutreffen, die aktuell auf Wohnungssuche sind. Um bei den Anfragen auf dem Laufenden zu bleiben, kann man sich Alerts und Push-Benachrichtigungen einstellen. Umfangreiche Informationen zu den Portalen findet ihr in unseren Wohnungssuche Tipps .

  3. Das sollte in der Anzeige stehen:

    Die Anzeige sollte darüber informieren, ab wann die Wohnung frei ist und wie die Eckdaten sind: Größe, Etage, Ausstattung, Lage, Heizung und Kosten. Je aussagekräftiger die Anzeige, desto schneller ist ein Nachmieter gefunden. Viele Bilder machen die Anzeige attraktiver.

  4. Einzelbesichtigungen statt Massentermine:

    Noch vor Beginn der Suche stimmt man am besten mit dem Vermieter seine Ansprüche an einen geeigneten Kandidaten ab. Bei einem persönlichen Besichtigungstermin lassen sich die Kriterien am besten prüfen und diese dann in eine Tabelle eintragen. Bei Massenbesichtigungen spart man zwar Zeit, kann die Wohnungsbewerber aber nicht wirklich kennen lernen.

  5. Vorzüge präsentieren:

    Bei der Besichtigung sollte man die Schokoladenseiten der Wohnung zuerst zeigen und diese ganz besonders hervorheben. Aber Vorsicht: Ihre „Werbekampagne“ sollte nicht zu offensichtlich sein, weil dies Skepsis hervorrufen könnte.

  6. Unterlagen für den Vermieter:

    Wohnungsinteressenten sollten zum Zeitpunkt der Besichtigung möglichst bereits eine Kopie des Personalausweises, eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, eine Schufa- beziehungsweise Bonitätsauskunft sowie Einkommensnachweise zur Hand haben. Bitten Sie die Interessenten, dem Vermieter die Unterlagen direkt im Anschluss an die Besichtigung zukommen zulassen. So hat der Vermieter zeitnah eine Grundlage, auf der er die Entscheidung für einen passenden Nachmieter treffen kann.

  7. Übergabe von Möbeln & Schönheitsreparaturen

    War die Nachmietersuche erfolgreich und hat auch der Vermieter seine Zustimmung gegeben, geht es an die Abwicklung der Wohnung. Sie haben jetzt die Gelegenheit, mit dem Nachmieter über die Übernahme von Möbeln oder Schönheitsreparaturen zu sprechen. Der Nachmieter möchte die Wohnung sowieso bunt streichen? Wunderbar, dann brauchen Sie nicht extra vorher malern. Den Nachmietern gefällt das Regal, was Sie nicht mehr haben möchten? Vereinbaren Sie, dass Sie es dalassen können und sparen Sie sich die Kosten für den Sperrmüll. Ob jemand streichen will oder Interesse an den Möbeln hat, kann man auch unverbindlich schon mal bei der Besichtigung klären.

In enger Zusammenarbeit mit dem Vermieter und mit diesen Tipps kommen Sie bestimmt früher aus dem Mietvertrag und können sich auf den Umzug und die neue Wohnung freuen.
Hier finden Sie Tipps für den Umzug
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Spaß dabei!

Von Katharina Abejon-Perez | 27. Dezember 2017

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